Architektur gestalten. Ideen realisieren
Die neue Steinbearbeitungstechnik



Langweilig war Architektur aus Naturstein noch nie. Die Vielfalt der Steine und die unterschiedlichen Möglichkeiten ihrer Bearbeitung machten ihr Erscheinungsbild schon immer spannend und abwechslungsreich. Natursteinarchitektur wird daher nicht nur funktional, sondern auch optisch höchsten Ansprüchen gerecht.



Seit einigen Jahren entwickeln namhafte Maschinenbauer neue, computergestützte Steinbearbeitungsmaschinen, die der architektonischen Gestaltung zusätzliche Möglichkeiten verleihen. Sie erschließen der industriellen Natursteinbearbeitung endgültig die dritte Dimension.
„Alles geht“ heißt es nun auch bei der architektonischen Gestaltung im Massivbau und bei Wandbekleidungen im Innen- und Außenbereich. Strukturierte Oberflächen, bis vor kurzem eine Domäne traditioneller Handwerkstechnik, lassen sich nun auch industriell und kostengünstig für große Flächen herstellen. Für Architekten fallen bei der Gestaltung mit Naturstein weitere Grenzen. Innovative Ideen werden Realität. Die ebene Fassadenplatte wird ergänzt durch formenreiche Natursteinelemente, die sich mit plastischen Oberflächen dem Diktat der geraden Linie und der ebenen Fläche entziehen. Fassaden, Wände und Objekte werden für den Betrachter zum Erlebnis. Quasi im Vorübergehen verändern dreidimensional gestaltete Fassadenflächen ihr Aussehen.


Eine ganz andere Innovation sind fertige Wandelemente in Verbundbauweise. Hinter einer strukturierten Natursteinfassade verbirgt sich die notwendige Dämmschicht auf einer tragenden Betonkonstruktion. Alle Aussparungen, beispielsweise für Fenster und Türen, sind ebenso vorhanden wie Hohlräume zum problemlosen Verlegen von Versorgungsleitungen. Die fertigen Elemente lassen sich wie die Teile eines Fertighauses schnell und kostengünstig montieren. Günstige energetische Eigenschaften machen in Verbindung mit einer geringen Wandstärke raumsparende Konstruktionen möglich.

Namhafte Experten stellen im Rahmen des 6. Rorschacher[Stein]Fachgesprächs im Schweizerischen Staad am Bodensee die neuen Möglichkeiten der Gestaltung vor. Diskutiert werden konstruktive Prämissen ebenso wie neue Oberflächenbearbeitungstechniken. Ein weiterer Themenschwerpunkt ist die architektonische Eingliederung in das urbane Umfeld. Neben dem „Wo“ geht es auch um das „Wie“. Deshalb wird unter anderem die 3D-Bearbeitungstechnik in ihren unterschiedlichen Facetten behandelt.

Das zweitägige Fachseminar wendet sich an Planer, Architekten, Landschaftsarchitekten und Natursteinverarbeiter. Angesprochen sind aber auch Städteplaner und Nachwuchskräfte, die nach neuen Wegen architektonischer Gestaltung mit Naturstein suchen. Veranstaltungsort ist das Schloss-Hotel Wartensee, das sich in der Nähe der veranstaltenden Bärlocher Steinbruch & Steinhauerei AG befindet. Eine Steinbruchbesichtigung mit Demonstrationen des Abbaus von Rorschacher Sandstein rundet die Veranstaltung ab.






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